11. März 2020 ab 13.00 Uhr (Beginn) – 13. März 2020 bis 13.00 Uhr (Ende) Vertiefungsseminar: Teilhabe am Arbeitsleben im Rahmen der EUTB Beratung – Kollegialer Fachaustausch zu verschiedenen Beispielen beruflicher Teilhabe

Ort:

Erlangen, Michael-Vogel-Straße 1B, 3. OG, 91052 Erlangen

Das Vertiefungsseminar „Teilhabe am Arbeitsleben“ basiert auf den Kenntnissen des gleichnamigen Basisseminars aus dem Jahr 2019: Im Basisseminar wurde ein Überblick über die verschiedenen Leistungsformen, Leistungserbringer, Leistungsträger, Kooperationen und Vernetzungen zur Teilhabe am Arbeitsleben gegeben, wie vor allem Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM § 219ff. SGB IX; inklusive ausgelagerte Berufsbildungs- und Arbeitsplätze, Budget für Arbeit und andere Leistungserbringer, Übergang auf den allgemeinen Arbeitsmarkt), Übergang von der Schule auf den allgemeinen Arbeitsmarkt (Berufsorientierung, Berufsvorbereitung, Berufsausbildung), Integrationsfachdienste, die Maßnahme „Unterstützte Beschäftigung“, Arbeitsassistenz, Persönliches Budget sowie Inklusionsbetriebe.

Inhalt:

Im Vertiefungsseminar besteht die Gelegenheit sich intensiv über verschiedene Teilhabewege und konkrete Beispiele auseinanderzusetzen. Hierbei werden zum einen durch die Referent_innen Beispiele aus der Praxis eingebracht und Teilhabeverläufe dargestellt. Zum anderen können die bisherigen Erfahrungen und eigenen Beispiele aus der Beratungspraxis der EUTB eingebracht und im kollegialen Austausch diskutiert werden.

Dabei stehen folgende Fragen im Mittelpunkt:

  • Wie können Menschen dabei unterstützt werden herauszufinden, was sie wollen?
  • Welche Hürden sind zu überwinden?
  • Welche Kooperationen sind wichtig?
  • Welche Wege (zurück) in den Beruf gibt es?
  • Was ist meine Rolle als Beratungsfachkraft zum Thema Arbeit im regionalen Netzwerk?

Die Arbeit und der Fachaustausch in Kleingruppen stehen im Mittelpunkt. So werden die unterschiedlichen Fähigkeiten und Ressourcen der Seminarteilnehmenden gegenseitig verdeutlicht und können für die Reflexion des eigenen Handelns sowie die Erweiterung der Beratungskompetenzen genutzt werden.

Im Rahmen des Workshops besteht die Möglichkeit Rechtsfragen zur Teilhabe am Arbeitsleben zu besprechen. Ziel dabei ist, nicht nur auf die rechtlichen Grundlagen einzugehen, sondern auch Lösungswege und Strategien im Rahmen des geltenden Rechts zu behandeln, sowie einen Erfahrungsaustausch zu ermöglichen.

Ziel des Vertiefungsseminars:

Ziel ist, dass die Teilnehmenden eine höhere Sicherheit im Umgang mit Fragen der Ratsuchenden zur Teilhabe am Arbeitsleben erreichen. Möglichkeiten und Grenzen der eigenen EUTB-Beratungstätigkeit werden reflektiert.

Zielgruppe:

Berater und Beraterinnen der EUTB, die haupt- oder ehrenamtlich Menschen mit Behinderung und deren Angehörigen beraten (wollen)

Teilnahmevoraussetzungen:

Berater und Beraterinnen der EUTB, die an dem Basisseminar „Teilhabe am Arbeitsleben“ teilgenommen bzw. die dort vermittelten Kenntnisse (s.o.) anderweitig erworben haben.

Methoden:

Das Seminar beinhaltet einen Methodenmix:

  • Fachlicher Input, Vortrag
  • Vorstellen von Fallbeispielen
  • Vorstellen und Erproben von praxisorientierten Methoden und Materialien
  • Diskussion (Plenum und Kleingruppe)
  • Reflexionseinheiten
  • Gruppenarbeit
  • Einzelarbeit

Referent*innen:

Kirsten Hohn (BAG UB – Bundesarbeitsgemeinschaft für Unterstützte Beschäftigung):
Diplom-Soziologin, systemische Beraterin und Jugendreferentin, Berufserfahrung in der außerschulischen Jugendarbeit und als wissenschaftliche Mitarbeiterin an den Universitäten in Lübeck und Bremen. Weiterbildung in systemischer Beratung (Schwerpunkt Teams und Organisationen). Bei der BAG UB seit 2002 zuständig für die Bereiche Projektentwicklung, Teamberatung, Organisationsentwicklung, Öffentlichkeitsarbeit und europäische Zusammenarbeit sowie als Referentin und Koordinatorin in der Weiterbildung der BAG UB tätig. Themenschwerpunkte: Übergang Schule-Beruf, Unterstützte Beschäftigung, Übergang WfbM-allgemeiner Arbeitsmarkt.

Ilja Lilienthal (Hamburger Arbeitsassistenz):
Diplom-Sozialpädagoge und Werkzeugmechniker ist seit 1999 Mitarbeiter der Hamburger Arbeitsassistenz. In seiner Rolle als Job Coach/Arbeitsassistent/Qualifzierungstrainer unterstützt er Menschen mit Lernschwierigkeiten in dem Prozess, eine begründete Arbeitsplatzentscheidung zu treffen, einen Arbeitsplatz zu finden und langfristig zu halten. Darüber hinaus berät er die Mitarbeiter*innen der Hamburger Arbeitsassistenz in seiner Rolle als Koordinator bei fachlichen Fragestellungen und ist als Referent für das Thema Job Coaching tätig.

Jens Hansen (ehemals Bundesagentur für Arbeit):
Jens Hansen war in der Zentrale der Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg als Referent im Fachbereich für die berufliche Eingliederung von Menschen mit Behinderung tätig. Neben den grundsätzlichen Rechtsfragen zu den Teilhabeleistungen war er u.a. für Grundsatzfragen zur Unterstützten Beschäftigung, Werkstätten für behinderte Menschen sowie zur Zusammenarbeit der Rehabilitationsträger zuständig.

Kosten:

Die Seminarkosten betragen 480,00 €

Für die Unterkunft stellt bifos e.V. eine Liste mit Hotels in Erlangen zur Verfügung. Die Buchung und Bezahlung der Hotels geschieht durch die Teilnehmer/innen selbst.
Vorteil dieser Lösung ist auch bezüglich Hotelkosten ein kurzfristigerer möglicher Rücktritt.

Kosten für Assistent*innen: 120,00 €

Eine Anmeldung ist bis 30. Januar 2020 erforderlich

Zahlung bis 15. Februar 2020 (nach Erhalt der Rechnung)

Mit der Anmeldung erklären Sie eine verbindliche Übernahme der anfallenden Kosten, sofern Sie nicht bis zum 30. Januar 2020 vom Vertrag zurücktreten.

Die Teilnehmer*innenzahl ist auf 20 Personen begrenzt.

Nach Überweisung des Betrages auf u. a. Kontoverbindung mit dem Betreff „Seminar Teilhabe am Arbeitsleben“ erfolgt die verbindliche Anmeldung. Die behinderungsbedingten Aufwendungen für die Teilnahme am Seminar können beim zuständigen Integrationsamt beantragt werden. Im Rahmen einer individuellen Beantragung bei Integrationsamt können ggf. auch die Teilnahmegebühren bezuschusst werden, wenn keine andere Stelle die Kosten tragen kann.

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